Als Mutter von drei erwachsenen Kindern lebt Nadine Witt genau an dem Ort, wo einst verstümmelte Leichen gefunden wurden, auf der Urlaubsinsel Fehmarn. Als freie Journalistin und Integrationsbeauftragte sind es vor allem reale und aktuelle Themen, die sie reizen.
1975 in Lübeck geboren fuhr sie als Teenager mit dem Fahrrad Blumensträuße aus und kaufte sich von dem ersparten Geld eine leuchtend gelbe, mechanische Schreibmaschine. Mit lautem Geklimper und reichlich Tipp-Ex tippte sie auf diese Weise ihre ersten Geschichten auf Papier.
Dies war der Grundstein einer großen Leidenschaft!
Nadine Witt erzählt
Ein Einblick in die Motivation und Leidenschaft der Autorin
Die Stimme hinter den Büchern:
Aus journalistischer Neugier sammelte ich Informationen. Eigentlich wollte ich nur wissen, was damals passiert war, um welche Frauen es sich handelte und was der Mann an sich gehabt haben musste, dass ihm die Frauen reihenweise zu Füßen lagen. Dass jemand einem anderen Menschen das Leben nimmt, ist ja schon schlimm genug, doch was für einen Grund kann jemand gehabt haben, dass er sie anschließend auch noch zerstückelte? Was waren seine Motive? So tauchte ich immer tiefer in das Thema ein und merkte schnell, dass es mich nicht so einfach wieder loslassen würde.
Man könnte sagen, dass die Geschichte es gewesen war, die mich ausgesucht hat.

Ich hatte sie längst abgeschrieben. Beinahe 35 Jahre glaubte ich, sie verloren zu haben – meine allererste Schreibmaschine.
Doch dann stöbert mein Bruder auf dem Dachboden unserer Eltern herum und zieht sie plötzlich hervor wie einen Schatz: knallgelb, staubig, aber noch immer wunderschön. Ich war sprachlos. Dieses klackernde Ungetüm war mein allererster Einstieg ins Schreiben – und plötzlich hielt ich sie wieder in den Händen.
Es war mir ein bisschen wie ein Wiedersehen mit der ersten großen Liebe. Nur mit mehr Tippfehlern und Farbband-Fingern.
Dass mein Bruder sie gefunden hat, ist für mich mehr als ein Glücksfall. Es fühlt sich an, als hätte ich ein Stück meiner Kindheit – und den Ursprung meiner Leidenschaft – zurückgeschenkt bekommen.
Die gute alte Schreibmaschine hat ausgedient, die habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr in den Fingern gehabt. Manchmal habe ich spontane Eingebungen, die ich als Notiz in mein Handy eingebe. Wenn ich Zeit und Muße habe, kann ich sie ganz entspannt abrufen und in meine Textpassagen einbauen. Zu Hause sitze ich gern am Schreibtisch mit Blick in den Garten und auf die Tannenbäume oder bei schönem Wetter auf der Terrasse mit Laptop in meiner überdachten „Sonneninsel“. Ein Traum.
Nach der Geburt meines ersten Kindes zog ich 1997 von der Hansestadt Lübeck nach Fehmarn. Dort arbeitete ich zwölf Jahre als Journalistin beim Fehmarnschen Tageblatt. Der damalige Redaktionsleiter hatte zufällig den gleichen Nachnamen wie ich. Heiko Witt verstarb leider viel zu früh. Ich bin ihm auch heute noch sehr dankbar, denn er hatte von Anfang an an mich geglaubt. Bei ihm lernte ich das Handwerk rund um die lokale Berichterstattung von der Pike auf an. Parallel arbeitete ich auf einem Reiter- und Ferienhof und übernahm im Mai 2011 den ehrenamtlichen Vorsitz des Vereins "Reiten auf Fehmarn".
2019 erhielt ich beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) meine Lizenz als Übungsleiterin mit dem Profil Kinder und Jugendliche sowie mein Zertifikat für die Pädagogische Förderung mit Pferden. Im Februar 2023 habe ich meinen eigenen Verein gegründet, einen Verein zur Förderung von Mobilität & Vielfalt mit Sitz in Ostholstein. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, sich sportlich zu bewegen, denn Sport macht Spaß und hält Geist und Körper gesund. Zudem ist es eine wunderbare Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben. Mit dem gemeinnützigen Verein entwickle ich Sportprojekte für besondere Bedarfe und biete Bewegungslust und Lebensfreude:



